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Im Sitz der Verwaltung Bördeland in Biere hat eine Versammlung zum Thema Flüchtlinge stattgefunden
 

Alle Sitzplätze im Gemeindesaal der Verwaltung Bördeland waren am Mittwochabend belegt. Anwesende drängten sich selbst noch an den Eingängen zum Saal. Der Grund: Eine öffentliche Bürgerversammlung zum Thema Kriegsflüchtlinge in Salzlandkreis und Bördeland. „Wie stellen wir uns den Umgang mit Kriegsflüchtlingen vor?“, stellt Bernd Nimmich in seiner Begrüßungsrede zur Diskussion. „Noch haben wir keine aufgenommen, doch wir als Gemeinde möchten uns der Situation stellen und unseren Teil beitragen.“ Denn „das solidarische Prinzip wird vor der Gemeinde Bördeland nicht halt machen“, stellt Nimmich fest.
Im Verlauf der Rede verkündet Nimmich, dass in Kürze drei Flüchtlingsfamilien jeweils eine Wohnung in den Ortsteilen Kleinmühlingen, Eickendorf und Eggersdorf beziehen werden. „Am Montag werden die Wohnungen an den Salzlandkreis übergeben, der die Wohnungen anmietet.“ Dazu ergänzt Ines Golenia, Fachdienstleiterin des Amtes für Ausländer- und Asylrecht des Landkreises, dass die Wohnungen mit „üblichen Mietverträgen vergeben werden und nur für eine Erstunterbringung eingerichtet sind.“
Anschließend erklärt Seluan Al-Chakmakchi, ebenfalls vom Fachdienst für Ausländer- und Asylrecht, wie die Unterbringung in den Wohnungen nach der Registrierung in Bernburg abläuft. „Zeurst nehmen wir mit der Verwaltung Kontakt auf, damit diese alles vorbereiten kann. Dann kommen die ehrenamtlichen Soziallotsen zum Einsatz, die mit den Leuten vor Ort das Gespräch aufnehmen und Ansprechpartner für die Kriegsflüchtlinge sind“ erklärt Al-Chakmakchi. „Dabei erklären wir auch Sachen wie die Hausordnung, oder auch die Mülltrennung im Haus.“

Im Sitz der Verwaltung Bördeland in Biere hat eine Versammlung zum Thema Flüchtlinge stattgefunden

Kinder sind Dolmetscher
Er führt weiter aus, dass der Kontakt zu den Flüchtlingen vor allem „über die Kinder möglich ist. Sie sind für uns die Dolmetscher der Familie.“ Abschließend erläutert die Landtagsabgeordnete Silke Schindler (SPD), dass eine Aufteilung auf die Landkreise - und damit auf die Gemeinden - nur bei erteiltem Bleiberecht erfolgt. Und selbst dann ist es „eine befristete Sache“. Dann beginnt der zweite Teil der Veranstaltung: Die Diskussionsrunde. Hier entfaltet sich das Meinungsspektrum der anwesenden Bördeländer. Zwischen Redebeiträgen, die sich - teilweise von ablehnender Haltung geprägt - mit Grundsatzfragen der Flüchtlingspolitik auf bundes- und europapolitischer Ebene beschäftigen, werden auch viele Fragen praktischer Natur gestellt..

Im Sitz der Verwaltung Bördeland in Biere hat eine Versammlung zum Thema Flüchtlinge stattgefunden 
Fragen und Antworten
Die Volksstimme fasst einige der wichtigsten Fragen des Abends und deren Antworten zusammen:
  1. Wer ist bei Problemen Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung?
    Besorgte Bürger können sich telefonisch im Büro von Bernd Nimmich melden. Anrufe zu dem Thema werden sofort angenommen.

  2. Wie beschäftigen sich die Eltern tagsüber, wenn die Kinder in Schule und Kindertagesstätte verweilen?
    Für die Eltern wird in den größeren Städten, beispielweise Schönebeck, Sprachunterricht angeboten. Bördelands Einwohner werden zudem gebeten, die Flüchtlinge in gemeinschaftliche Vereinigungen, beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr, aufzunehmen.

  3. Wie sind Lehrer und Erzieher auf den Umgang mit Flüchtlingskindern vorbereitet?
    Noch sind sie nicht darauf vorbereitet. Eine entsprechende Beratung beraumt der Landrat bald an.

  4. Gibt es Prognosen dazu, wie viele Kriegsflüchtlinge in der Gemeinde Bördeland untergebracht werden sollen?
    Vorerst ist nur die Unterbringung der drei Familien geplant. Die Aufnahme weiterer Kriegsflüchtlinge orientiert sich an der Zahl sanierungsfähiger Wohnungen und am Erfolg des Werbens um Privatvermieter.

Nach ungefähr 90 Minuten endet die Veranstaltung. „Das Thema hat eine hohe Brisanz“, zieht Bernd Nimmich sein Fazit. „Dementsprechend kontrovers war auch die Diskussion. Aber so muss das auch sein. Meiner Meinung nach lief die Versammlung gut.“
Von Felix Mihalek

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